Schmuck im Glanz der Edelmetalle: Gold, Silber, Roségold & Co.

Edelmetalle, allen voran Gold und Silber, werden seit vielen Jahrhunderten zur Herstellung von Schmuck verwendet. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Edelmetalle besitzen nicht nur eine sehr hohe Beständigkeit und Materialqualität. Noch wichtiger im Zusammenhang mit Schmuck ist ihre starke ästhetische Anziehungskraft. So bezaubert Silberschmuck häufig mit verführerischer Eleganz und subtiler Sinnlichkeit – gerade Schmuckstücke aus Gold umgibt schon immer die Aura des außergewöhnlich Edlen und Exklusiven. Diese besondere Aura von Edelmetall-Schmuck lässt sich nicht allein mit seinem bloßen Wert erklären. Sie beruht in gleichem Maße auf dem Zauber, den die leuchtend-intensive Farbigkeit und der strahlende Glanz der Edelmetalle seit jeher auf Menschen ausüben.

Im Folgenden gehen wir der unvergleichlichen Magie von Edelmetallschmuck näher auf den Grund und konzentrieren uns dabei auf die drei bei der Schmuckherstellung wesentlichen Edelmetalle: Gold, Silber und Platin. Unser Augenmerk gilt spannenden historischen Hintergründen ebenso wie interessanten Fakten zu den einzelnen Metallen und ihren Legierungen. Praktische Infos und Tipps beispielsweise zur typgerechten Auswahl und stimmigen Kombination von Edelmetallschmuck runden die Ausführungen ab.

Der exquisite Club der Edelmetalle

Zu den Edelmetallen werden klassischerweise nicht nur Gold und Silber gerechnet, sondern darüber hinaus die gesamte Gruppe der Platinmetalle. Im weiteren Sinne wird zuweilen auch Quecksilber als Edelmetall aufgefasst, obwohl es deutlich reaktiver ist und andere chemische Merkmale aufweist. Zur Platingruppe gehören neben Platin selbst Palladium, Rhodium, Ruthenium, Osmium und Iridium. Insbesondere das selten vorkommende Platin eignet sich aufgrund seiner hohen Haltbarkeit und Beständigkeit ähnlich wie Silber und Gold sehr gut zur Produktion von Edelmetall-Schmuck.

Mit dem Begriff „Edelmetall“ sind dabei zunächst bestimmte chemisch-physikalische Eigenschaften verbunden. So sind Edelmetalle vor allem äußerst korrosionsbeständig: Bei Raumtemperatur korrodieren sie in ihrer reinen Form an der Luft entweder überhaupt nicht oder nur sehr langsam. Eine geringfügige Korrosionserscheinung zeigt sich genau genommen nur bei Silber: das allmähliche schwarze Anlaufen speziell von selten getragenem Silberschmuck (Näheres hierzu finden Sie in unserem Ratgeber zur Schmuck-Reinigung). Edelmetalle sind aber nicht nur sehr korrosionsbeständig, sie sind auch stark widerstandsfähig gegen Säuren und zeichnen sich zudem durch eine hohe elektrische Leitfähigkeit aus. Schließlich lassen sich Edelmetalle relativ leicht verformen. Gerade diese Eigenschaft ist die entscheidende Voraussetzung für ihre Verarbeitung zu Schmuck.

Edelmetalle und ihre Legierungen

Beim Herstellen von Schmuck werden Edelmetalle in aller Regel nicht rein, sondern in bestimmten Legierungen verarbeitet. In ihrer unlegierten, reinen Form sind Edelmetalle nämlich normalerweise deutlich zu weich und als Werkstoffe daher nur bedingt geeignet. Ein weiterer wesentlicher Aspekt beim Legieren von Edelmetallen ist der Kostenfaktor: Durch das gezielte Strecken der edlen und entsprechend teuren Metalle wird eine erheblich günstigere Herstellung möglich.

Chemisch ist unter einer Legierung immer eine Verbindung aus mindestens zwei Elementen zu verstehen, von denen wiederum mindestens eines ein Metall ist. Im Falle von Edelmetall-Legierungen wird hierbei zum edlen Ausgangsmetall jeweils ein genau berechneter Anteil weiterer edler oder anderer Metalle beigemischt. Die zugesetzten Metalle führen bei dem Ausgangsmetall zu einer Veränderung seiner Materialeigenschaften, vor allen Dingen seiner Reinheit, Härte und Farbe.

Der Wert einer Edelmetall-Legierung hängt dabei maßgeblich von ihrer Reinheit ab. Diese wird üblicherweise nach dem Gewichtsanteil des Edelmetalls an der Legierung in 1/1000-Teilen angegeben. Bei 925 Sterlingsilber bedeutet das beispielsweise, dass die Legierung von 1000 Gewichtsanteilen 925 Anteile reines Silber enthält oder anders ausgedrückt, dass der Silberanteil 92,5 Prozent beträgt.

Bei 750 Gold, der typischen Legierung für hochwertigen Goldschmuck, sind entsprechend 750 Anteile reines Gold in der Legierung enthalten, sodass sich ein Goldanteil von 75 Prozent ergibt. Zusätzlich zu dieser metrischen Angabe findet sich bei Goldlegierungen auch noch die Angabe des Feingehalts in Karat. So handelt es sich bei Gold mit 24 Karat zum Beispiel um Gold in seiner reinsten Form, sogenanntes Feingold. 24-karätiges Gold wird meist nicht mehr als Legierung aufgefasst, da es beinahe absolut rein ist. Nach dem metrischen System enthält Feingold 999/1000-Anteile pures Gold, also 99,9 Prozent. Die hohe Reinheit bedingt allerdings zugleich eine große Weichheit.

Die unterschiedlichen Legierungen etwa von Gold und Silber verändern wie erwähnt aber nicht nur die Reinheit des jeweiligen Edelmetalls und steigern seine Härte. Sie nehmen auch erheblichen Einfluss auf seine Farbe. Durch Beimischen von Zusatzmetallen wie etwa Kupfer, Silber oder Palladium können so verschiedene Farbtöne in einer Fülle von Abstufungen erzielt und dadurch die optische Wirkung von Schmuckstücken ganz bewusst gestaltet werden. Von allen Edelmetallen wird Gold am häufigsten legiert. Auf die wichtigsten Goldlegierungen kommen wir noch zurück.

Für Schmuckliebhaber, die Schmuck online suchen, eröffnen die unterschiedlichen Edelmetall-Legierungen in jedem Fall ein ungemein vielfältiges Spektrum an originellen Designs und eine dementsprechend große Auswahl an faszinierenden Schmuckstücken.

Gold – edles Metall von schier überirdischer Attraktivität

Die Wissenschaft nimmt heute an, dass Schwermetalle, zu denen die Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin gehören, ursprünglich aus dem Weltall stammen. Kollisionen von Neutronensternen dürften der Grund für ihre Entstehung gewesen sein. Die Vorstellung, dass speziell Gold im Ursprung nicht von dieser Welt ist, passt natürlich hervorragend zur geradezu überirdischen Schönheit des Edelmetalls. Ganz nüchtern betrachtet heißt das aber auch, dass die Ressourcen von edlen Metallen wie Gold hier auf der Erde nur begrenzt vorkommen: Neues Gold kann im Erdinneren nämlich nicht einfach „nachwachsen“. Vielmehr wären wir für das Entstehen von neuen Goldvorkommen immer darauf angewiesen, dass es, etwas salopp formuliert, im All mal wieder kräftig knallt.

Die natürliche Seltenheit macht Gold, ähnlich wie Platin und Silber, jedenfalls nur umso wertvoller und steigert dadurch auch die Attraktivität von hochwertigem Goldschmuck noch einmal erheblich. So darf Gold nicht ohne Grund als Krone und königlichstes aller Edelmetalle gelten. Der überwältigende Glanz von goldenem Schmuck verleiht ihm eine grandiose, gleichsam majestätische Grazie, die wohl keiner anderen Art von Schmuck eigen ist. Schmuck aus Gold macht aber nicht nur optisch mächtig Eindruck – häufig war und ist er zugleich auch Zeichen realer Macht.

Seit Jahrhunderten setzen nämlich überall auf der Welt die machtvollsten weltlichen und geistlichen Herrscher auf die imposante Wirkung von Goldschmuck. Ob Pharaonen, Päpste, Zaren, Bischöfe, Kaiser oder Könige: Mit prächtigen goldenen Insignien und Schmuckstücken wie Kronen, Zeptern, Ketten oder Ringen zeigen sie ihre hohen Würden und unterstreichen so ihre persönliche, religiöse oder staatliche Stellung.

Wann genau Gold vom Menschen entdeckt wurde, lässt sich historisch nicht eindeutig sagen. Früheste Funde von Goldschmuck datieren aber schon auf das 5. Jahrtausend vor Christus. Ungefähr ab dem 6. Jahrhundert vor Christus können zudem Münzen aus Gold als Zahlungsmittel nachgewiesen werden. Das gediegene, also in der Natur rein vorkommende Element, sprang den Menschen aufgrund seiner glänzenden, sattgelben Farbe auch in frühesten Zeiten förmlich ins Auge. Gerade sein an Sonnenstrahlen erinnernder Glanz und entsprechende Assoziationen mit dem Göttlichen erklären überdies, weshalb Gold in vielen Kulturen bevorzugt zur Gestaltung ritueller Gegenstände und religiöser Symbole eingesetzt wurde.

Ganz in Bann gezogen von der zauberhaften, verführerischen Strahlkraft von Gold waren im Mittelalter die Alchemisten. Daher suchten sie auch nach einem Weg, das Edelmetall künstlich aus unedlen Metallen „herzustellen“. Zwar hat bis heute niemand den berühmten „Stein der Weisen“ gefunden. Der Wissenschaft ist es in der Zwischenzeit aber im Rahmen kontrollierter Kernreaktionen tatsächlich gelungen, Gold künstlich zu erzeugen – allerdings mit einem unverhältnismäßig hohen Energieaufwand.

Die Faszination, die von Gold und gerade auch von Schmuck aus Gold ausgeht, ist aber noch immer ungebrochen. Über seine ästhetische Bedeutung als ultimativer Eyecatcher in unzähligen, unwiderstehlich schönen Schmuck-Kreationen hinaus, erfüllt Gold dabei aber auch wichtige praktische Funktionen. So etwa dient es in Form von Goldmünzen und Goldbarren als stabile Wertanlage. Zahlreiche Zentralbanken lagern große Mengen Gold zudem als Währungsreserven ein.

Gold – imposanter Glanz in vielen verführerischen Legierungen

Semantisch wird der Begriff „Gold“ im Alltag relativ unscharf gebraucht. Der Volksmund verwendet ihn nämlich nicht nur zur Bezeichnung von Feingold, sprich reinem, gewissermaßen „echtem“ Gold, sondern zugleich auch für sämtliche goldhaltigen Legierungen – obwohl manche von ihnen angesichts ihres recht geringen Anteils an reinem Gold in einem engeren Sinn eigentlich kaum noch als „Gold“ anzusehen sind.

Der Feingehalt von Gold darf hierzulande jedenfalls bei einer Gelbgoldlegierung nicht weniger betragen als etwa der Anteil von Kupfer oder Silber. So liegt der Mindestgehalt von Gold und entsprechend der Höchstgehalt von Zusatzmetallen im Fall von Gelbgold bei einem Anteil von 33,3 Prozent. Höhere Anteile als bei dem 8-karätigen 333er Gold steigern den Wert und verstärken zugleich seinen Gelbton. Bei Schmuck am beliebtesten ist sicherlich 585 Gold, da es nicht nur seltener und weniger stark anläuft als 333 Gold, sondern überdies auch noch eine größere Härte als das hochwertige 750er Gold besitzt.

Die Palette der Goldlegierungen und ihrer jeweiligen Farbtöne ist in jedem Falle ganz beträchtlich. Am verbreitetsten und gefragtesten sind ohne Zweifel das dem Feingold ähnelnde, farbkräftige Gelbgold, das silbrig weiße, leicht grau getönte Weißgold sowie das rötliche Rotgold bzw. rosig zart glänzende Roségold. Auf die beiden zuletzt genannten Farbgoldlegierungen gehen wir weiter unten in einem eigenen Abschnitt noch ausführlich ein.

Gelbgold ist aufgrund seines besonders intensiven, goldtypischen Gelbtons mit Sicherheit die markanteste und deshalb weltweit wohl am meisten geschätzte Goldfarbe. Gelbgold entsteht durch Beimischung von Silber und Kupfer zu Feingold, wobei die beiden zugesetzten Metalle untereinander im Verhältnis 1:1 stehen. Die optische Nähe zu purem Gold und die Intensität des Gelbtons nimmt dabei in dem Maße ab, wie der Anteil von Feingold an der Metallmischung verringert wird.

Eine weitere sehr populäre Goldlegierung ist Weißgold. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Weißgold zunächst aus dem Wunsch heraus entwickelt, bei der Schmuckproduktion auf eine optisch ähnliche, günstigere Alternative zu Platin zurückgreifen zu können. Wegen seiner oft fast farblos glänzenden, leicht gräulichen Farbigkeit wäre „Weißgold“ vielfach eigentlich treffender als „Graugold“ zu beschreiben. Vor allem in der frankophonen Welt wird daher auch tatsächlich überwiegend die Bezeichnung „or gris“ dafür verwendet. Generell fasst der Begriff „Weißgold“ Legierungen zusammen, denen durch Zusatz von entfärbenden Metallen der charakteristische gelbliche Goldton entzogen wurde. Die häufigsten Legierungszusätze sind dabei Palladium, bei niedrigen Feingoldgehalten Silber und zuweilen auch immer noch das früher oft verwendete Nickel.

In seiner einzigartigen Wirkung überstrahlt Goldschmuck, genauer gesagt Schmuck aus Gelbgold, sicherlich bis heute in der Regel alle anderen Edelmetallfarben. So ist es nur verständlich, dass wir gerade dann bevorzugt zu Schmuckstücken aus Gold greifen, wenn wir die herausragende Bedeutung eines Ereignisses betonen oder einem ganz besonderen Menschen unsere tiefe Zuneigung zeigen wollen: etwa bei der Wahl von exklusiven Trauringen zur Hochzeit oder in Form von Geschenken als funkelnden Liebesbeweisen für den Partner.

Sind Sie ein bekennender „Gold-Typ“ und schätzen Sie die ganz besondere Strahlkraft von Gelbgold? Aus Ihrer langjährigen gelebten Praxis kennen Sie Ihre Schmuck-Vorlieben natürlich und können sich diese Frage selbst bestimmt schnell beantworten. Sollten Sie dennoch einmal unsicher sein, ob Goldschmuck wirklich zu Ihnen passt, beherzigen Sie einfach folgende Richtschnur: Dunklere und mediterrane Hauttypen mit dunkelbraunen oder schwarzen Haaren und braunen Augen tun sich optisch mit sattgoldenen und goldgelben Schmuckstücken aus Gelbgold nicht nur selbst einen großen Gefallen – sie werden auch bei zahllosen Bewunderern großen Gefallen finden! Weißgold hingegen unterstreicht ganz vorzüglich den nobel-blassen Hautton hellerer Typen. Wünschen Sie hierzu noch mehr Informationen? Unser Ratgeber zur typgerechten Kombination von Schmuck enthält viele weitere nützliche Tipps und Anregungen.

Roségold – zarte Farbe für zauberhafte Wesen

Es gibt leidenschaftliche Liebhaber von Silberschmuck – und es gibt entschiedene Anhänger von Goldschmuck. Daneben gibt es die immer größer werdende Gruppe der Fans von Roségold-Schmuck. Ihr gehört auch eine Vielzahl von Vertretern der beiden anderen Lager an. Dabei ist Schmuck aus Roségold eine noch relativ junge Variante von Goldschmuck, genauer gesagt von Rotgoldschmuck. Entstanden ist Rotgold bzw. Roségold in Russland, wo es sich besonders Anfang des 19. Jahrhunderts großer Beliebtheit erfreute.

Aufgrund dieser Herkunft bürgerte sich insbesondere in der DDR für „Rotgold“ umgangssprachlich die Bezeichnung „Russengold“ ein. Seinen neuerlichen Boom und eine stetig wachsende Fangemeinde verdankt der Schmuck dabei zweifellos in erster Linie seinen oft so leichten und sehr verspielt wirkenden Farbtönen, die gerade Schmuck aus Roségold einen herrlich fantasievollen, romantischen Zauber verleihen.

Roségold im Speziellen, aber ganz allgemein Rosétöne sind in der zeitgenössischen Modewelt auf alle Fälle längst zu Trendfarben avanciert. Sie begegnen uns nicht nur auf Laufstegen in den Kreationen angesagter Designer. Auch Smartphones schmeicheln dem Auge immer öfter mit strahlend glänzendem Roségold. Schließlich entzückt auch eine recht große Zahl von aktuellen Fashion-Accessoires wie etwa stylishe Armbanduhren oder Smartwatches mit wundervollen Roségold-Looks.

Wie bei allen anderen Goldvarianten liegt auch bei Roségold das Geheimnis seiner nuancenreichen Farbigkeit in den fein abgestuften Farbtönen seiner einzelnen Legierungen. Bei Roségold handelt es sich dabei eigentlich um eine besonders edle Form von Rotgold – besonders edel aufgrund seines hohen Feingoldanteils und einem entsprechend niedrigen Anteil von Kupfer. Die Bezeichnungen „Rotgold“ und „Roségold“ werden übrigens mitunter sogar synonym gebraucht, da eine klare begriffliche Abgrenzung oder eindeutige Definition kaum möglich ist.

Von Rosé bis Rot – eine faszinierende Vielfalt von Tönen

Rotgold wie auch Roségold erhalten ihre rötlichen bzw. roséfarbenen Töne stets durch Hinzufügen von unterschiedlichen Mengen Kupfer. Je höher der Kupferanteil ausfällt, desto tiefer und intensiver wird der rötliche Farbton. Bei Rotgold reicht er bis zu einem kupferähnlichen, sehr kräftigen Rostrot. Die charakteristische, zart rötliche Tönung von hochwertigem Roségold kommt hingegen am besten bei einem vergleichsweise kupferarmen Mischungsverhältnis zustande: Typischerweise entfallen hierfür bei einem Feingoldanteil von 75 % die restlichen 25 % der Legierung mit 20,5 % auf Kupfer und mit 4,5 % auf Silber oder Palladium. Genau aus diesem Grund ist 750er Roségold die mit Abstand häufigste Legierung bei Roségoldschmuck.

In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass es sich bei roségoldfarbenen Schmuckaccessoires nicht selten um mit Roségold plattierten Silberschmuck handelt. In diesen Fällen wird zumeist Sterlingsilber dünn mit Roségold beschichtet. Das erlaubt es zum einen, den Preis der Schmuck-Pieces erfreulich klein zu halten – zum anderen bleibt ihre optische Wirkung aber erstaunlich groß. In ihrem entzückenden Glanz sind sie dem hochwertigeren, allerdings auch deutlich teureren 750er Roségold nämlich durchaus vergleichbar. All diejenigen, die für ihr neues Schmuckstück aus Roségold nicht allzu tief in die Tasche greifen möchten, kommen auf diese Weise auch in den optischen Genuss der bezaubernden Schmuckfarbe.

Apropos optischer Genuss: Während Rotgold mit seinem besonders warmen, ausgesprochen kräftigen farblichen Charakter gerade auf tief gebräunter beziehungsweise zumindest bräunlicher Haut sicherlich am eindrucksvollsten zur Geltung kommt, verträgt sich Roségoldschmuck grundsätzlich eigentlich mit allen Hauttypen. Der harmonische, optisch sehr ausgewogene Farbton sieht folglich auf dunkleren, mediterranen und helleren Hauttönen gleichermaßen edel und stilvoll aus (mehr zu den unterschiedlichen Hauttypen erfahren Sie in unserem Ratgeber zur typgerechten Kombination von Schmuck).

Helleren Typen, deren Haut einen leicht rötlichen Unterton hat, ist beim Tragen von roségoldfarbenem Schmuck allerdings zu empfehlen, dem eigenen Teint beim Make-up mit etwas Blush ein wenig mehr Pep zu geben. Insbesondere in Kombination mit passendem Nagellack und stimmig akzentuierten Lippen entfaltet Roségold aber gerade dann ganz wunderbar seinen geschmackvollen und absolut trendigen Charme. Insgesamt wirkt Roségold-Schmuck dabei tendenziell immer dezenter als Gelbgold-Schmuck, jedoch ein wenig auffallender als Schmuck aus Silber. Letztendlich bleibt es daher vor allen Dingen eine Frage Ihres individuellen Typs und persönlichen Stils, wie stark und expressiv Sie Schmuck und einzelne Schmuck-Farben einsetzen möchten.

Silber – ein Klassiker von großer Modernität

Silberschmuck ist genau wie Schmuck aus Gold ein echter Klassiker. Entsprechend groß ist auch die Zahl der Menschen, die bei der Wahl von neuem Schmuck auf Silber setzen – und zwar meistens sehr konsequent und ohne Kompromisse. Historisch betrachtet wird Silber dabei schon ähnlich lange wie Gold verarbeitet, nämlich ebenfalls bereits seit dem 5. Jahrtausend vor Christus. Ob Assyrer, Ägypter, Goten, Griechen, Römer oder Germanen: Nahezu alle alten Kulturvölker benutzten Silber und sahen es phasenweise sogar als wertvoller an als Gold.

Auch als Währungsmetall hat Silber eine ähnlich lange Tradition wie Gold, die von der Antike bis ins 19. Jahrhundert reicht. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts trat dieser Verwendungszweck von Silber allmählich in den Hintergrund, als nämlich Gold immer mehr zum vorherrschenden Münzmetall wurde. In der Folge sank die wirtschaftliche Bedeutung von Silber zusehends.

Durch die Erfindung von rostfreiem Stahl wurde diese Entwicklung sogar noch verstärkt. Gerade der attraktivere Preis von Stahl sorgte nämlich nach dem Ersten Weltkrieg dafür, dass anstelle von Silber immer häufiger Stahl beispielsweise zur Herstellung von Besteck und Küchengeräten eingesetzt wurde. In der Analogfotografie spielte Silber dagegen in Form von Silbersalzen beim Entwickeln von Bildern im gesamten 20. Jahrhundert eine wesentliche Rolle und verlor erst um den Milleniumwechsel durch den Siegeszug der Digitalfotografie diese Funktion.

In der Natur tritt Silber genau wie Gold und Platin gediegen auf, das heißt in elementarer Form. Silber gilt in Form von Erz wie auch die beiden anderen Edelmetalle als eigenständiges Mineral. In den Erzen sind die Edelmetalle jeweils als Bestandteile gebunden. Ein großer Teil des verwertbaren Silbers wird aus solchen Silbererzen gewonnen. Hierbei wird das Metall aus dem abgebauten Silbererz im Rahmen metallurgischer Prozesse zunächst chemisch herausgelöst, ehe es weiterverarbeitet werden kann.

Hinsichtlich seiner Korrosionsbeständigkeit unterscheidet Silber sich von den anderen Edelmetallen, die in ihrer reinen Form an der Luft überhaupt nicht korrodieren. Nach einer gewissen Zeit bildet sich nämlich auf der Oberfläche von Silberschmuck eine sehr dünne Schicht von Silbersulfid. Die schwache chemische Reaktion beschädigt das Silber dabei aber keineswegs. Zudem lässt sich ein schwarz angelaufenes Schmuckstück relativ einfach reinigen und so wieder zum Glänzen bringen. Wie Sie Ihren Schmuck aus Silber am besten reinigen und aufbewahren können, erfahren Sie in unserem Ratgeber zur Reinigung von Schmuck.

Silber – die wichtigsten Legierungen

Silber lässt sich ebenfalls ausgesprochen gut mit anderen Metallen legieren. Am häufigsten anzutreffen sind Silberlegierungen mit Kupfer oder Palladium, aber natürlich auch Gold. Die Legierungen von Silber mit Kupfer und Palladium erhöhen nicht nur dessen Materialhärte. Liegt der Anteil von Palladium an der Legierung zwischen 20 und 30 %, so wird die Legierung dadurch überdies sogar anlaufbeständig. Zusätzlich zu den unterschiedlichen Silberlegierungen wird bei der Herstellung von Silberschmuck oft auch auf die Möglichkeit der Vergoldung zurückgegriffen. Für vergoldetes Silber ist der aus dem Französischen entlehnte Begriff „Vermeil“ gebräuchlich.

Auch bei Silberlegierungen gilt wie schon erwähnt das metrische System. Das heißt: Die Bezeichnung erfolgt nach dem Feingehalt an Silber in Tausendsteln. Feinsilber entspricht demnach einem Feingehalt von mindestens 999/1000 Anteilen. Die weitverbreitetste und beliebteste Silberlegierung ist zweifellos Sterlingsilber. Es besteht zu 92,5 % aus Silber und zu 7,5 % aus zugesetztem Kupfer. Sterlingsilber ist aufgrund seines Kupferanteils deutlich härter als Feinsilber und wird daher traditionell für die Herstellung von Silberschmuck sowie Silberbesteck verwendet. Ab dem 12. Jahrhundert bis hinein ins 20. Jahrhundert war Sterlingsilber darüber hinaus das bevorzugte Münzmetall in Großbritannien. Bis heute klingt es in der offiziellen Bezeichnung für die britische Währung an: dem Pfund Sterling.

Beim sogenannten Britanniasilber handelt es sich um eine weitere Silber-Kupfer-Legierung von relativ hohem Reinheitsgrad. Das Mischungsverhältnis liegt hier bei 95,8 % Silber und 4,2 % Kupfer. Britanniasilber wird in erster Linie zur Herstellung von Besteck verwendet. Durch den geringeren Kupferanteil ist es allerdings merklich weicher als Sterlingsilber. Die gleichnamige populäre Anlagemünze „Britannia“ bestand bis 2012 ebenfalls aus Britanniasilber.

Unter den hochwertigen Silberlegierungen mit einem Silberanteil von mehr als 90 % ist schließlich unbedingt auch noch das patentierte Argentium™ Sterling Silber hervorzuheben. Es besitzt einen Silbergehalt von mindestens 93,5 %. Charakteristisch für Argentium™ Sterling Silber ist der Ersatz von Kupfer durch Germanium. Durch den Zusatz des anderen Metalls ist Argentium™ Sterling Silber nicht nur härter und beständiger als klassisches Sterlingsilber, sondern es läuft auch nicht mehr an.

Silber – vielseitiger Allrounder für stilvolle Auftritte

Über Fragen des modischen Geschmacks wie etwa die passgenaue Auswahl von Schmuckaccessoires lassen sich kaum verbindliche Aussagen treffen. Die meisten Schmuckliebhaber haben ohnehin klare individuelle Präferenzen und favorisieren dabei oft ganz intuitiv den Schmuck, der am besten zu ihnen passt. Gleichwohl dürfte sich die These schwer entkräften lassen, dass der ästhetische Charakter von silbernem Schmuck in aller Regel weniger aufmerksamkeitswirksam ist als der in seiner farblichen Auffälligkeit erheblich markantere Schmuck aus Gold.

Farblich harmoniert Silberschmuck sicherlich ideal mit helleren Hauttypen. Ihr rosig-weißer oder porzellanartiger Hautton besitzt eine eher kühle Ausstrahlung. Während die Haarfarbe bei Typen mit blasserem Teint von hellem Blond bis zu aschfarbenem Braun reichen kann, zählen zu ihren typischen Augenfarben Blau, Blaugrün, Grau und Graublau. In ihrer Farbwirkung ebenfalls eher kühle Edelmetalle wie Silber oder alternativ auch Weißgold oder Platin passen hier daher perfekt. Dunklere und mediterrane Typen, die bei der Schmuckauswahl von Natur aus ohnehin kaum eingeschränkt sind, können mit Silberschmuck allerdings ebenso wenig etwas falsch machen.

Platin – attraktiver „Außenseiter“ mit großem Potenzial

Es ist nicht zu bestreiten, dass Platin bei der Schmuckherstellung lange Zeit eher ein Dasein im Schatten der beiden populären und klassischen Edelmetalle Gold und Silber führte. In diesem Zusammenhang passt es daher nur allzu gut, dass Platin bei der Goldsuche im 17. Jahrhundert zunächst als ein überflüssiges „Anhängsel“ des Goldes betrachtet wurde und kurzerhand zurück in die Flüsse geworfen wurde. Die Goldschürfer in den spanischen Kolonien in Südamerika erkannten den wahren Wert von Platin damals nämlich nicht und hielten es vielmehr für „unreifes Gold“. Selbst in der Bezeichnung des Edelmetalls klingt bis heute die geringe Achtung an, die Platin lange Zeit zuteilwurde: „Platin“ ist vom spanischen Wort ��platina“ abgeleitet, was so viel wie „kleines Silber“ bedeutet und einen eindeutig abfälligen Nachhall besitzt.

Die Assoziation mit Silber verdankt sich dabei der farblichen Ähnlichkeit der beiden weißgrauen, eben „silbrigen“ Metalle. Auch wenn Platin optisch zwar tatsächlich eher Silber ähneln mag – in seinen sonstigen Eigenschaften und vor allem auch in seinem Wert gleicht Platin viel eher Gold. Bezeichnenderweise entdeckten erst die Goldfälscher des 17. Jahrhunderts, dass das missachtete Platin ein ähnlich hohes Gewicht und eine vergleichbare Beständigkeit wie Gold besitzt. Um dem Fälschen von Gold entgegenzuwirken, sah die spanische Regierung sich damals sogar veranlasst, ein Exportverbot für Platin zu verhängen. Erst ab Mitte des 18. Jahrhunderts verlor Platin im Zuge seiner genaueren wissenschaftlichen Untersuchung nach und nach sein bis dahin ziemlich negatives Image.

Nach der erfolgreichen „Rehabilitierung“ des Edelmetalls sind die heutigen Einsatzgebiete von Platin umso vielfältiger. Neben seiner Verwendung bei der Produktion von Schmuck und seinem Einsatz als Zahlungsmittel und Geldanlage wird das Edelmetall beispielsweise auch in der Elektrotechnik, Sensorik, Chemie oder Medizin etwa zur Herstellung von Katalysatoren, Thermoelementen, Implantaten und unterschiedlichsten Geräten verwendet.

Als besonders positive Eigenschaft ist bei Platin hervorzuheben, dass es wie Gold eine extrem hohe Beständigkeit gegenüber Korrosion besitzt. Bei Kontakt mit anderen Elementen wie etwa dem Sauerstoff der Luft kommt es daher auch bei Platin zu überhaupt keinen Verfärbungen oder sonstigen Veränderungen. Des Weiteren lässt sich auch Platin wegen seiner hohen Verformbarkeit äußerst gut zu Schmuck verarbeiten und ist aufgrund seiner natürlichen Seltenheit sehr wertvoll.

Platin – die wichtigsten Legierungen

Legierungen von Platin weisen stets einen sehr hohen Feingehalt auf. Das ist nicht zuletzt einer der Gründe, weshalb sich Platin insbesondere im Bereich des Hochzeitsschmucks und ganz speziell bei Eheringen in den letzten Jahren eines bemerkenswerten Booms erfreute. Das sogenannte Juwelierplatin, die wohl gängigste Platinlegierung bei Schmuck, besteht zum Beispiel zu 96 Prozent aus Platin und nur zu 4 Prozent aus Kupfer. Das beigemischte Kupfer erhöht auch hier die Härte des Schmuckstücks, da auch reines Platin für die Produktion von Schmuck ansonsten viel zu weich wäre. Die zweite verbreitete Platin-Legierung in der Schmuckbranche ist das sogenannte Fasserplatin. Bei dieser noch edleren, ebenfalls 96-prozentigen Platin-Legierung wird Kupfer durch Palladium ersetzt.

Mit dem in der Regel sehr hohen Platinfeingehalt der Legierungen ist eine weitere bemerkenswerte Eigenschaft von Platin verbunden: seine hohe Verträglichkeit und ein folglich sehr angenehmes Gefühl beim Tragen. Selbst mit einer Allergie können Sie daher Schmuck online bestellen, wenn dieser aus Platin gefertigt ist. Den Vorzug eines ausgezeichneten Tragekomforts hat Platin übrigens noch mit einem anderen Metall gemeinsam: Titan.

Titan – eine echte Alternative

Titan ist zwar im klassischen Sinne kein Edelmetall – ein sehr edles Metall ist es aber natürlich auch. Gerade aufgrund seiner hervorragenden Materialeigenschaften ist deshalb auch Titan im Uhren- und Schmuckbereich bei der Herstellung hochwertiger Titanuhren und attraktivem Schmuck aus Titan überaus gefragt. Titan ist nicht nur äußerst leicht und zugleich überaus hart, sondern ebenfalls sehr hautverträglich und höchst korrosionsbeständig. Aufgrund ihrer farblichen Ähnlichkeit zu Silberschmuck und auch Schmuck aus Weißgold bieten sich sowohl Schmuckstücke aus Platin als auch Titanschmuck insbesondere bei helleren Hauttypen an: Die vornehme Blässe ihres Teints lässt sich damit nämlich geschmackvoll und dezent akzentuieren.

Schmuck aus Edelmetallen – immer eine glänzende Wahl

Folgen Sie bei der Auswahl von Edelmetall-Schmuck vor allem Ihrem sicheren, individuellen Geschmack. Oft fällt nicht nur die typgerechte Farbwahl, sondern auch das stimmige Kombinieren der Edelmetalle und ihrer jeweiligen Töne dabei ganz leicht. Nehmen wir zum Beispiel Ringe: Beim angesagten Stacking bietet sich mit Fingerschmuck in Bicolor- oder auch Tricolor-Optik eine ebenso einfache wie attraktive Lösung. Der farblich elegante Übergang ergibt sich hier nämlich ganz von selbst – und das auf sehr geschmackvolle Art und Weise. Ähnlich leicht gelingt Ihnen ein stimmiger Farb-Mix übrigens auch bei Halsketten, wenn Sie diese in unterschiedlicher Länge und verschiedenen Metalltönen wählen und miteinander kombinieren.

Ob Gold, Roségold, Silber oder Platin: Einzeln und auch kombiniert sind Ihre Möglichkeiten bei Schmuck aus Edelmetallen gerade angesichts seines farblich ungeheuren Reichtums und der überwältigenden Vielfalt an Designs nahezu grenzenlos. Von auffallend exklusiven Looks zum Ausgehen am Abend bis zu dezenten, aber dennoch markanten und schicken Styles fürs Büro: Edelmetallschmuck setzt jederzeit eindrucksvoll Akzente.

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